WARUM?

Schnellübersicht:
Säure-Basen-Haushalt
Definition pH-Wert
Warum der pH-Wert so wichtig ist
Die Natur braucht unsere Hilfe

HINWEIS

Alle aufgeführten Beiträge sind aus den angegebenen Büchern oder wurden von den Autoren, Professoren, Doktoren, Therapeuten, Heilpraktikern, Naturmedizinern oder betroffenen Personen zur Verfügung gestellt. Wir bedanken uns bei allen diesen Menschen für ihre Unterstützung, ihre Arbeit und ihre Hilfe bei der Realisierung von
H2O3.

SÄURE-BASEN-HAUSHALT

Die körperchemische Grundregulation wird entscheidend von dem Zusammenspiel von Säuren und Basen bestimmt. Diese durchfluten im wechselnden Rhythmus den Organismus des Menschen. Der erwachsene Mensch ist mit einem pH-Wert von 7.37 bis 7.45 seines Blutes ein basisches Lebewesen.

Schauen wir nach draussen in die Natur! Das grösste Problem unserer Erde ist z. Z. die Übersäuerung der Grün- und Ackerflächen durch den sauren Regen. Bei unseren Flüssen und Seen sehen wir, dass ab einem pH-Wert von 5 die Fische sterben. Was heisst "pH-Wert"?

Mit dieser wichtigen Messzahl sind wir mittendrin im Säure-Basen-Haushalt, der nicht nur für die Natur draussen, sondern auch für die Grundregulation des menschlichen Lebens von entscheidender Bedeutung ist. Dieser Säure-Basen-Haushalt regelt wie ein strenger Buchhalter Atmung, Kreislauf, Verdauung, Ausscheidung, Abwehrkraft, Hormonproduktion und vieles andere. Fast alle biologischen Vorgänge laufen nur dann korrekt ab, wenn ein bestimmter pH-Wert gewährleistet ist.

Der Säure-Basen-Haushalt spielt sich ständig in unserem Körper ab, in unseren ungefähr 100 Billionen Körperzellen. In jeder dieser Zellen entsteht ständig bei der Energiegewinnung Kohlensäure (CO2). Dazu kommen weitere Säuren, die durch die Nahrung aufgenommen bzw. bei ihrer Verstoffwechselung gebildet werden.

Es gibt eine pH-Wert-Skala, auf welcher abzulesen ist, wie sauer (wieviel elektrisch positiv geladene Säuremoleküle) oder basisch (wieviel elektrisch negativ geladene Basenmoleküle) eine Lösung, eine Flüssigkeit, das Blut oder der Urin ist.

Bei pH-Wert 0 haben wir es mit der höchstmöglichen Konzentration von Wasserstoff in einer Säure zu tun, während bei pH-Wert 14 kaum noch Wasserstoffionen anzutreffen sind. Mit den OH-Ionen verhält es sich genau umgekehrt. Reines, neutrales Wasser enthält gleich viele Ionen beider Gruppen, nämlich 10 hoch minus 7 oder ein Zehnmillionstel. Das bedeutet, dass auf 10'000 l Wasser 1g geladene Ionen kommen. Über dem pH-Wert 7 überwiegen die OH-Ionen. Unter dem pH-Wert 7 überwiegen die Wasserstoffionen. Je höher also ein pH-Wert über 7 liegt, desto alkalischer/basischer ist die Flüssigkeit. Je weiter ein pH-Wert unter dem Wert 7 liegt, desto stärker ist die vorliegende Säure.

Unser Blut hat einen pH-Wert von 7.37 bis 7.45 und ist damit leicht basisch. Der Urin kann schwanken zwischen pH-Werten von 4 bei Kranken bis 8 bei Babies. Bei denen liegt er teilweise sogar über dem pH-Wert von 8. Derart hohe Werte sind gleichbedeutend mit einem Höchstmass an Gesundheit, wie es im Leben des Menschen nie wieder erreicht wird. Von seiner Geburt an lebt er nach dem Motto:

"Von nun an geht's bergab", was die pH-Werte seiner Zellen und seines Urins angeht. Beide werden von Jahr zu Jahr saurer.

Ein Baby hat neun Monate lang im basischen Fruchtwasser der Mutter gelegen, dort bei pH-Werten über 8! Das hindert die offizielle Wissenschaft jedoch nicht daran, basische Körperpflege als hautschädigend anzusehen.

Der Unverstand kennt keine Grenzen! Als wenn die Natur schon im Mutterleib Fehler machen würde, die es alsbald mit chemisch saurer Körperpflege auszubügeln gelte!

Was haben wir prompt immer mehr bei Kindern? Hautallergien, Schuppenflechte, Akne, Neurodermitis.

Über die Ursachen

darf nachgedacht werden!

 

 

 

 

 

 

 

DEFINITION PH-WERT

Masszahl für die in wässrigen Lösungen enthaltene Wasserstoffionenkonzentration und damit Mass für die saure, neutrale oder basische Reaktion einer Lösung. Die pH-Wert-Skala reicht von 0 bis 14. Säuren haben einen pH-Wert kleiner 7 und Basen einen grösser 7. Wasser in seiner ursprünglichen Form hat einen pH-Wert von 7 (neutral). Gemäss der Trinkwasserverordnung darf Trinkwasser einen pH-Wert nicht unter 6.5 und nicht über 9.5 aufweisen.

Der pH-Wert sagt aus, ob eine wässrige Lösung sauer, neutral oder alkalisch ist.
Ist der pH-Wert kleiner als 7, so ist die Lösung sauer.
Ist der pH-Wert genau 7, so ist die Lösung neutral.
Ist der pH-Wert größer als 7, so ist die Lösung alkalisch (basisch).

Der pH-Wert gibt den negativen dekadischen Logarithmus der Wasserstoffionenkonzentration (H3O+) an, daher ist auch die Angabe des pH-Wertes dimensionslos.

pH = -lg(c[H3O+])

Da reines destilliertes Wasser bei 22 °C 10-7 Mol/l H3O+ enthält, wurde der negative Logarithmus dieser Konzentration (7,0) als Neutralpunkt festgelegt.

pH ist die Abkürzung für potentia hydrogenii = Stärke (Konzentration) des Wasserstoffs.


Zum Vergleich:

Magensaft 0.9 - 1.5
Zitronensaft 2.3
Cola 2 - 3
Essig 2.9
Sauermilch 4.4
Harn 4-8
Regenwasser (durch gelöste Kohlensäure) 5.5 - 5.8
Milch 6.4 - 6.7
menschliches Blut 7.37 - 7.45
Meerwasser 7.8 - 8.2
Darmsaft 8.3

Was ist überhaupt "normal"? Was sind Normalwerte? Diese werden folgendermassen erstellt: Man nehme 1000 "gesunde, junge Armeeangehörige" und messe an ihnen die unterschiedlichsten Werte. Der Durchschnitt gilt dann als normal. An ebensolchen getöteten jungen amerikanischen Vietnamkriegsteilnehmern hat man allerdings aufgedeckt, dass diese bereits die Zeichen der Adernverfettung und beginnenden Sklerose trugen!

Wirkliche Normalwerte liefern uns eher der Säugling an der Mutterbrust oder der Eingeborene einer Urbevölkerung. Auch die Aussagen gut beobachtender Ärzte in alten Zeiten haben Gewicht.

Im Morgenurin optimal wäre ein pH-Wert wie der des Blutes. Ein solcher würde bedeuten, dass dieser Stoffwechsel, was den Säure-Basen-Haushalt angeht, absolut gesund ist und weder überschüssige Säuren noch Basen auszuscheiden hat. Nachdem jedoch aus eigenem Zellverfall Harnsäure anfällt, aus der Muskeltätigkeit Milchsäure, auch Kohlensäure, ist ein pH-Wert von 7.0 bis 6.5 noch als optimal anzusehen.

Liegt der pH-Wert im sauren Bereich, liegen überschüssige Säuren bzw. "saure" Salze vor. Dann muss natürlich entsäuert werden. Diese Entsäuerung kann jeder selbst vornehmen, indem er sich basenüberschüssig, d.h. mineralstoffüberschüssig bzw. basenbildend ernährt mit entsprechendem Essen und Trinken und mit entsprechender Nahrungsergänzung. Natürlich gehört auch basische Körperpflege, die gleichfalls zur Mineralisierung und Entsäuerung ihren Beitrag leistet, dazu und das regelmässige Trinken von reinem Wasser.

Leider bieten die Nahrungsmittel in unseren zivilisierten Ländern nicht mehr den erforderlichen Überschuss an energiereichen Mineralstoffen zum Säureausgleich bzw. zur Säureneutralisierung an. Die vorliegende Problematik wird von wenigen Menschen bis ins Tiefste erfasst, obwohl die Logik des Vorgehens der Entsäuerung rasch begriffen wird. Das zeigt die immer wieder gestellte Frage: "Und wie lange muss ich denn entsäuern und mich mineralstoffüberschüssig ernähren oder per Körperpflege entsäuern?"

Die richtige Antwort ist lapidar und lautet: "Ein Leben lang!"

 

WARUM DER PH-WERT SO WICHTIG IST

Merken wir uns: Die Azidose (Übersäuerung) des Urins "spiegelt" eine bestehende Gewebsazidose!

Gesunde, mit Muttermilch ernährte Säuglinge haben einen Urin-pH-Wert von 8 bis 8.5. Mit Sicherheit hat die Menschheit irgendwann einmal in ihrer schon endlos langen Geschichte diesen pH-Wert als denjenigen ihres Blutes gehabt, bevor wir auf unsere jetzt kläglichen 7.35 gesunken sind. Basische Werte über 8 bringen nämlich nicht nur gesunde und schöne Körper hervor, sondern sie befähigen diese Menschen auch zu höchsten körperlichen und auch geistigen Leistungen.

 


DIE NATUR BRAUCHT UNSERE HILFE

Warum kann die Säure in unseren Körpern nicht mehr gepuffert werden?

Prof. Dr. Heinz Liesen, Spezialist für Ernährungsfragen, nennt einen wichtigen Grund für den pflanzlichen Nährstoffmangel: "Das Wachstum von Pflanzen wird durch Zucht und genetische Veränderung so forciert, dass sie keine Inhaltsstoffe mehr aufnehmen oder aufbauen können. Qualität wird zugunsten von Quantität geopfert." (Welt am Sonntag, 31. August 1997)

Landwirtschaft ohne Chemie ist heute zwar auf dem Vormarsch, doch selbst Biobauern leiden unter den Folgen der Umweltverschmutzung und des Mineralstoffverlustes durch sauren Regen und Bodenverdichtung. Eine Studie der UNO von 1992 zeigte die dramatische Abnahme verfügbarer Mineralien und Spurenelemente im Boden auf allen Kontinenten während der letzten Jahrzehnte.

Australien
-55%
Europa
-72% (= noch 28% der lebenswichtigen Mineralien zum Abbau von Säuren vorhanden!)
Afrika
-74%
Asien
-76%
Südamerika
-76%
Nordamerika
-85%

Quelle: UNO Earth Summit Report, Rio, Brasilien, 1992.

Diese hohen Verluste an lebenswichtigen Mineralien und Spurenelementen bedrohen das Wohlergehen jedes einzelnen Menschen. Sie sind eine wesentliche Grundlage für Gesundheit und Vitalität.

Eine Studie, die über einen Zeitraum von elf Jahren von der Firma Ciba-Geigy durchgeführt wurde, zeigt eine deutliche Abnahme der verschiedenen lebenswichtigen Nährstoffe in Gemüse und Obst. Die meisten Pflanzen zeigten eine Abnahme des Mineraliengehalts von ca. 40%. (Trace Elements and Electrolytes Vol. 15. No. 2: 1998) Heute geht man von einem Mangel von bereits 60-70% aus.

 

Zurück zum Index